ADAC TRUCK-GRAND-PRIX - Nürburgring

Seit 1986 gehört die Veranstaltung in der Eifel zum jährlichen Saisonhöhepunkt einer jeden Truckrace-Saison. Zwischen 150.00 und  200.000 Besucher strömen am zweiten Juliwochenende eines jeden Jahres zu der Traditionsrennstrecke um die Renntrucks zu bestaunen. Nur die Formel 1 kann noch mehr Zuschauer verbuchen. Der Truck-Grand-Prix ist damit ein sehr wichtiger Einnahmefaktor für die Eifelrennstrecke und die Region.

Doch auch das "Rahmenprogramm" hat es mehr als in sich. Spannende Rennen in diversen Rennklassen sorgen für Action und beste Unterhaltung. Ganz nebenbei gibt es noch das größte Country-Festival Europas und eine große Truckmesse. Truckracing und Nürburgring gehören einfach zusammen - und das schon mehr als 3 Jahrzehnte!

Link zum DMSB TV-Video vom Truck-Grand-Prix 2014

Bild: ADAC Truck-Grand-Prix

Aktuelle Informationen zum Truck-Grand-Prix finden sie auf der Internetseite des Veranstalters unter www.truck-grand-prix.de

 

Unsere Impressionen der vergangen Truck-Grand-Prix finden Sie im TGP Archiv.

ADAC Truck-Grand-Prix 2017

Impressionen vom Truck-Grand-Prix 2017
Fotos: Detlef Krenscher, W. Steinbrech

 

 

Bericht zum ADAC Truck-Grand-Prix 2017:

Bereits am Donnerstag, bei trockenem Wetter, wurden am Nürburgring fleißig Runden gedreht. Nach ausgiebigen Presse-, VIP- und Teamfahrten standen noch einige freie Trainingskilometer auf der Tagesordnung. Ernst wurde es dann am Freitag. Erstmals in der Geschichte des Eifelklassikers gab es am Freitag neben den Zeittrainings ein Truckrennen. Der ADAC Mittelrhein-Cup eröffnete die Rennen in der Eifel. Das 28 Fahrzeug umfassende Starterfeld war allein quantitativ äußert beeindruckend. Da diese Rennen auch zur nationalen britischen und niederländischen Meisterschaft zählen, ließ es sich kein Meisterschaftsteilnehmer nehmen, die Reise in die Eifel anzutreten. Erstaunlicherweise ging das Rennen sehr diszipliniert über die Bühne. Am Ende war nicht nur das Podium fest in britischer Hand: Smith vor Summerfield und Janes lauteten die Namen der ersten Podiumsbesucher des Truck-Grand-Prix 2017.

Am Samstag wurde es dann für die FIA-Trucks ernst. Jochen Hahn hatte am Vortag die Pole denkbar knapp vor Norbert Kiss, Antonio Albacete und Adam Lacko gewonnen. Der mit Spannung erwartete Rennstart fiel dann jedoch dem Wetter zum Opfer. Der Samstag war eine ziemlich feuchte Angelegenheit. Die Rennleitung entschied sich für die sichere Variante. Nach zwei Einführungsrunden hinter dem Pace-Truck erfolgte ein sicherer aber unspektakulärer Start unter gelb, also geordnet in Reih und Glied. Im Verlauf des Rennens bildeten sich spanungsfördernd einige Kampfgruppe heraus. Auch an der Spitze wurde rundenlang um die Positionen gekämpft. Iveco, Mercedes, MAN und Freightliner kämpften mit gleichen Waffen um Punkte und Podium. Wann hat es das früher gegeben? Am Ende ist es Regenspezialist Adam Lacko (Freightliner), der aus der zweiten Startreihe kommend, das erste FIA-Rennen souverän vor Norbert Kiss (Mercedes) und Jochen Hahn (Iveco) gewinnen konnte.  

Dann folgte das zweite Rennen des Mittelrhein-Cups. Die ersten acht Piloten des Freitagslaufes starteten in umgekehrter Reihenfolge (Reversed Grid). Diese Chance ließ sich Poleman Stuart Oliver nicht nehmen und fuhr einen weitestgehend ungefährdeten Sieg entgegen, nachdem auch dieses Rennen unter Gelb gestartet worden war.

Rechtzeitig zum zweiten FIA-Rennen hatte der Eifelregen ein Einsehen und legte eine Pause ein. Und das sorgte für einen regulären Rennstart, der unfallfrei über die Strecke ging. In den folgenden Runden entwickelten sich jedoch äußerst spannende Positionskämpfe. Erneut war es Adam Lacko, der mit seinem Freightliner der gesamten Konkurrenz die Bremslichter zeigte. Zweiter Gewinner war Anthony Janiec, der seinen MAN auf die zweite Position steuerte. Polesetter Gerd Körber schaffte den dritten Platz vor Jochen Hahn ins Ziel zu retten. Auch die MAN-Paarung Halm/Lenz kämpfte bis zur Ziellinie um die Positionen 5 und 6. Dahinter folgten André Kursim und Neuling Steffen Faas (Iveco). Erstmals in der Geschichte des FIA-Truckrace waren sechs Top-Ten-Positionen (P3-8) fest in deutscher Hand. Eine tolle Leistung, auch wenn ein folgenreicher Crash zwischen Albacete, Vrsecky und Kiss in der Mitte des Rennens, drei Topfahrer um ihre Chancen brachte.

Auch das dritte Rennen des Mittelrhein-Cups konnte dank trockener Bedingungen regulär gestartet werden. Die Briten und Niederländer fuhren ein weitestgehend ziviles Rennen ohne Brechstangeneinsatz. Dennoch kam der Truckrace typische Lackaustausch nicht zu kurz. Hart aber fair, nach dieser Devise trugen die Fahrer ihre Positionskämpfe aus. Der Sieg ging an den amtierenden Meister Ryan Smith vor Stuart Oliver und David Jenkins. Truckneuling, Scania-Pilot Clemens Hecker, einziger Deutscher im 2017er Mittelrhein-Cup, konnte auch sein drittes Truckrennen zu Ende fahren. Er ist dieses Jahr der einzige deutsche Starter im Mittelrhein-Cup.

 

Am Sonntag holte sich bei trockenen Streckenbedingungen Norbert Kiss vor Jochen Hahn, Antonio Albacete sowie Adam Lacko die Poleposition. Rechtzeitig zur Startaufstellung brachte einsetzender Regen einen zusätzlichen Spannungsfaktor. Einige Teams passten in letzter Sekunde noch den Reifendruck den neuen Streckenverhältnissen an. Dazu gehörte auch die als Regenspezialisten bekannte Buggyra-Truppe. Der Start war äußerst spektakulär. Vier zum Teil sogar fünf Racetrucks fuhren nebeneinander auf die erste Kurvenkombination zu. Trotz schwieriger Streckenbedingungen blieben zunächst die zu erwartenden Kaltverformungen aus. Doch die Fans kamen bereits nach kurzer Zeit auf ihre Kosten. Einige Fahrer hatten ihre Positionen getauscht. Antonio Albacete, der einen tollen Start erwischt hatte, drehte sich und rutschte von der Piste. Sascha Lenz, der ebenfalls hervorragend in das Rennen gestartet war, konnte nicht mehr ausweisen und touchierte den taumelnden Albacete-Truck. Beiden verloren etliche Plätze. Aus dem Hinterfeld kommend starteten sie eine sehenswerte Aufholjagd. Zwischenzeitlich hatte sich Adam Lacko an die Spitze gesetzt und fuhr ungefährdet seinem dritten Nürburgring-Sieg entgegen. Norbert Kiss konnte sich ab der fünften Runde auf dem zweiten Platz etablieren gefolgt von Anthony Janiec. Doch dahinter ging es bis zur Ziellinie recht spannend zu. Der anfangs noch im Spitzenfeld fahrende Jochen Hahn hatte mit technische Problemen zu kämpfen und wurde ins Mittelfeld durchgereicht, wo er um seine Position zum Teil hart kämpfen musste. Am Ende wurde es nur der siebte Platz.
Sein bestes Rennen zeigte hingegen ein hervorragend aufgelegter André Kursim. Der zweite Mercedes-Pilot des Teams Tankpool24 bezwang etliche Mitstreiter und beendete das Rennen auf dem vierten Platz.     

Eigentlich sollte der ADAC-Mittelrhein-Cup erstmals über vier Rennläufe ausgetragen werden. Doch daraus wurde nichts. Noch während der Einführrunde wurde das Rennen, wegen einer die komplette Rennstrecke betreffende Dieselspur, zunächst mittels roter Flagge abgebrochen. Aufgrund des engen Zeitplans und der aufwendigen und zeitraubenden Reinigungsarbeiten musste der vierte Lauf kurze Zeit später komplett gestrichen werden. Der noch ausstehende Lauf zur FIA-Championship hatte klar Vorrang.

Und selbst dieses Rennen stand bald in Frage. Der gesamte Grand-Prix-Kurs musste aufwendig mit Bindemittel abgestreut und anschließend wieder gereinigt werden. Alle verfügbaren Kehrmaschinen waren im Einsatz. Eine solch aufwendige Reinigungsaktion hatte es im Truckrace noch nicht gegeben. Nach einer fast dreistündigen Unterbrechung wurde vom Veranstalter auch der vierte Lauf zur FIA-Europameisterschaft abgesagt. Die zu Rate gezogenen Truckracer waren sich einig, dass die Piste trotz der bisherigen Reinigungsaktion nicht renntauglich war. Die Fahrer bedankten und verabschiedeten sich mit einer Ehrenrunde in einem offenen Auflieger bei den auf den Rängen geduldig ausharrenden Fans.

 

Race-Splitter:

  • Zwei deutsche Piloten gaben am Ring ihr Truck-Debüt. Steffen Faas, ein 33jähriger Kfz-Mechaniker mit 13jähriger Motorsporterfahrung, pilotierte am Ring den zweiten Schwabentruck-Iveco. Ob es eine Fortsetzung im Truck geben wird, ist noch offen.
    Der zweite Neuling war Clemens Hecker, ein deutscher Spediteur und bekennender Scania-Fan. Er kaufte einen gebrauchten Scania-Hauber-Racetruck und legte im Mittelrhein-Cup seine ersten Rennkilometer zurück.
  • Adam Lacko war der große Dominator am Ring. Er gewann alle drei ausgetragenen Rennen, während die direkten Konkurrenten Halm und Hahn wertvolle Punkte liegen ließen. Die griffen sich Norbert Kiss und Gaststarter Anthony Janiec. Beide waren nach Lacko die erfolgreichsten Nürburgring-Starter. Der tschechische Freightliner-Pilot hat inzwischen 46 Punkte Vorsprung auf Steffi Halm, die knapp ihren zweiten Platz verteidigen konnte.
  • Am Nürburgring trafen sich traditionell die Protagonisten der Szene, um über mögliche Regelveränderungen für die kommende Saison zu sprechen. Über die Inhalte wurde natürlich noch nichts bekannt.

Vorschau:

Die 2017er Auflage des Truck-Grand-Prix geht am ersten Juli-Wochenende über die Bühne. Neben den starken Renntrucks wird vom 30. Juni – 02. Juli 2017 die Spezial-Tourenwagen-Trophy H&R Cup (STT) das Rahmenprogramm bereichern. Nach dem erfolgreichen Debüt im Jahr 2008 wird die STT zum zweiten Mal beim Int. ADAC Truck-Grand-Prix auf dem Nürburgring antreten.

Auch das Musikprogramm bietet Neues. Mit Brings kommen kölsche Töne in die Eifel. Natürlich werden auch die Countryfans wieder auf ihre Kosten kommen.
Und noch was gibt es: Wer das Glück hat, eines der Mitfahrttickets zu erwerben, kann am Donnerstag auf dem Beifahrersitz eines Racetrucks Platz nehmen und für einige Kilometer echtes Racefeeling erleben. Fans kann nur empfohlen werden, diese Chance zu nutzen. Ursprünglich war dieses Ticket 2017 nicht vorgesehen, da die Kosten für die Streckensicherheit durch die Ticketeinnahmen nicht gedeckt waren. Schön, dass der Veranstalter sich doch noch anders entschieden hat. Also zugreifen, solange es diese Möglichkeit noch gibt.

Weitere Infos unter truck-grand-prix.de

 

ADAC Truck-Grand-Prix 2016

Vom 01. bis 03. Juli 2016 startet die 31. Auflage des Eifelklassikers. Neben den traditionlellen Truck-Rennen haben die Macher für 2016 ein tolles "Rahmenrennen" unter Vertrag nehmen können: die GT 3-Boliden der Blancpain Sprint Series werden mit ihren spektakulären Rennfahrzeugen für Action und einen wahren Soundgenuss sorgen. Der Kartenvorverkauf hat unter der bekannten Web-Seite begonnen. 
(Fotos: ADAC Truck-Grand-Prix)

31. ADAC-Truck-Grand-Prix auf dem Nürburgring – Vorschau

Die meisten Wetterapps verheißen für das kommende Eifelwochenende am Ring einen guten Mix aus Sonne, Wolken und etwas Regen mit Tageshöchsttemperaturen zwischen 15 und 20 Grad. Also keine schlechten Aussichten. Nürburgringprofis haben sowieso die passende Eifel-Kleidung im Gepäck. Und ein Regenschauer hat der Spannung auf der Strecke noch nie geschadet.

Auf der Grand-Prix-Strecke wird es recht voll werden. Laut ETRC haben sich für die Rennen zur Truck EM 21 Fahrer gemeldet. Neben den permanenten Startern werden noch erwartet: Heinz-Werner Lenz auf seinem Mercedes, der Finne John Hemming ebenfalls auf einem Mercedes, Oxxo-Mann Ryan Smith (MAN), Markus Altenstrasser (Iveco), Shane Brereton (MAN) sowie der französische MAN-Pilot Jean-Claude Labadie. Dazu gesellen sich noch etliche Starter, welche im ADAC-Mittelrhein Cup um Punkte kämpfen. Dieser zählt ja bekanntlich auch als Wertungslauf der britischen Truckmeisterschaft.

Der Kartenvorverkauf ist abgeschlossen. Dennoch gibt es noch Tickets in den ADAC-Geschäftsstellen in Koblenz, Mainz, Trier, Idar-Oberstein, Bad Kreuznach und natürlich an der Kartenverkaufsstellen am Nürburgring.
(27.06.2016; Quelle: ETRC)

 

Impressionen vom Truck-Grand-Prix 2016
Fotos: Krentschman-Pics, W. Steinbrech, ETRC

ADAC Truck-Grand-Prix 2016 - Bericht

Bei seiner 31. Auflage erlebte der Truck-Klassiker am Ring mal wieder ein volles Haus. Bei überwiegend trockenem Wetter verfolgten 123.000 Zuschauer den Dreitage-Event in der Eifel. Bereits am Freitag wurden die Trainingsschnellsten für das erste Rennen des Wochenendes am Samstag ermittelt. Jochen Hahn konnte letztlich Adam Lacko auf die zweite Position verweisen. Die zweite Startreihe ging an Steffi Halm (3.) und Norbert Kiss (4.). Erst dann folgte mit René Reinert der aktuelle Meisterschaftsdritte. Ebenfalls in den Top Ten fanden sich auf den Positionen 8 – 10 die deutschen Piloten Sascha Lenz, Gerd Körber und Ellen Lohr. Das erste Rennen am Samstag ging gesittet und ohne große Positionsveränderungen der ersten 10 über die Bühne. Hahn fuhr einen ungefährdeten Start-Ziel-Sieg nach Hause und verwies Adam Lacko und Steffi Halm auf die zwei verbliebenen Podiumsplätze. Mehr Spannung versprach das zweite Rennen, welches in Reihe 1 Sascha Lenz und Gerd Körber sah. Und es wurde spannend. Bereits kurz nach dem Start knallte es heftig als ausgangs der Mercedes-Arena Adam Lacko René Reinert gegen Jochen Hahn schob. Die Folge war eine Massenkarambolage, die in einem Rennabbruch mündete. In der Startaufstellung zum Restart wurde noch heftig an den waidwunden Trucks gearbeitet. Beim Neustart konnte sich Sascha Lenz knapp eine Runde über die Führung freuen, doch dann fiel die Meute über ihn her. Kurz vor Schluss musste der Plaidter seinen orangen MAN-Truck mit einem technischen Defekt abstellen. Von allem unbeirrt fuhr Steffi Halm, die sich kurz nach dem Start auf die erste Position hatte vorarbeiten können, ihrem ersten Nürburgring-Sieg entgegen. Auf der zweiten Position landete ein bärenstark fahrender Jochen Hahn. Dritter wurde Mercedes-Benz-Fahrer Norbert Kiss. Das Rennen war geprägt von spannenden Positionskämpfen die sich bis zum Fallen der Zielflagge hinzogen. Einer der großen Kämpfer und Gewinner des Rennens war René Reinert, der aus der Boxengasse kommend in den dreizehn Rennrunden sich bis auf die sechste Position vorgekämpft hatte.
Der Sonntagspole ging an Jochen Hahn vor René Reinert und Adam Lacko sowie Steffi Halm, welche sich die zweite Startreihe teilten. Kurz vor dem Rennen öffnete der Himmel erstmals seine Schleusen. Nicht zu heftig, aber es reichte für einen Start unter gelber Flagge. Nachdem das Rennen dann frei gegeben war, hatte Jochen Hahn bereits einen Vorsprung vor seinem ersten Verfolger René Reinert. herausgefahren oder aber Reinert hatte etwas zu Hahn abreißen lassen. Der Transportunternehmer konnte sich jedoch nur sehr kurz an seinem zweiten Platz erfreuen, da hatte ihn Regenkönig Adam Lacko auch schon passiert. Nach wenigen Runden musste sich auch Jochen Hahn geschlagen geben. Selbst ein Ausritt Lackos ins Kiesbett konnte dessen Sieg letztlich nicht verhindern. Ebenfalls von den schwierigen Pistenverhältnissen profitierten Gerd Körber und Norbert Kiss. Gemeinsam mit Steffi Halm und René Reinert hatten sie sich spannende Positionskämpfe geliefert. Das bessere Ende konnte letztlich Norbert Kiss für sich verbuchen, der einen weiteren dritten Platz nach Hause fuhr. Gerd Körber musste sich mit dem undankbaren vierten Rang zufrieden geben. Ellen Lohr ergänzte auf dem neunten Rang die deutschen in den Top Ten. Das letzte ETRC-Rennen des Truck-Grand-Prix startete kurz nach 16:00 Uhr bei trockenen Bedingungen. Dank der umgekehrten Startreihenfolge stand Juri Forman (Freightliner) erstmals in seiner noch jungen Truckrace-Karriere auf der Pole. Neben ihm der kampfstarke Franzose Anthony Janiec. Dahinter dass Reinert Duo Halm/Reinert. Bereits beim Start wurde der junge Tscheche von Janiec und Reinert überholt. Kurze Zeit später ging es weiter zurück, während an der Spitze ein heftiger Kampf entbrannte. Nach dem erste Renndrittel waren mit René Reinert, Adam Lacko und Jochen Hahn die drei Tabellenbesten vorn. Rundenlang parierte Reinert die Angriffe des schnelleren Lacko. Doch in der 10 Runde fand der Tscheche einen robusten Weg vorbei. Reinert ging ins Kiesbett und verlor einige Positionen. Auch Steffi Halm musste sich in der Schlussphase heftigen Angriffen von Norbert Kiss erwehren. Auf etlichen Positionen wurde bis ins Ziel hart um die Plätze gekämpft. Der zweite Tagessieg ging erneut an Adam Lacko vor Jochen Hahn und Steffi Halm. Die Herren aus der ersten Startreihe fanden sich auf den Plätzen 8 (Janiec) und 11 (Forman) wieder. Vor der langen Sommerpause hatten es die Damen und Herren noch einmal so richtig krachen lassen und unterstrichen reparaturintensiv warum Trucksport Kontaktsport ist. Bereits im Parc Ferme gab es dann auch entsprechend intensiven und zum Teil hochemotionalen Gesprächsbedarf zwischen einige Protagonisten. Reinert und Lacko wurden später auch noch zu den Sportkommissaren zitiert. Ergebnis: unbekannt.

In Sachen Meisterschaftspunkten ist die Spitze bis auf ein Pünktchen zusammengerückt. René Reinert liegt bereits abgeschlagen auf dem dritten Rang und spürt bereits den Atem der Verfolger Kiss, Janiec und Halm. Gerade letztgenannte Steffi Halm und auch Norbert Kiss hatten am Ring mächtig aufgeholt. Zwischen dem 3. Reinert und der 6. Halm liegen gerade einmal 28 Punkte.

In der Teamwertung geht das Team Reinert (Reinert/Hahn) einem recht wahrscheinlichen Meisterschaftsgewinn entgegen. Titelverteidiger Buggyra merkt deutlich, dass ihr neuer Fahrer Jiri Forman noch nicht so spürbar zu den Teampunkten beitragen kann und liegt sicher auf dem zweiten Platz. Die auf Rang 3 liegenden Löwen vom Team Lion (Janiec/Lenz) haben bereits die Damenpaarung (Halm/Lohr) im Nacken. Und auch das Team tankpool24 holt dank eines immer stärker werdenden Norbert Kiss auf.
Nach dem Nürburgring gehen die Truckracer in eine fast zweimonatige Sommerpause. Weiter geht es in der letzten Augustwoche in Ungarn, dem fünften von neuen Läufen der 2016er Ausgabe der Truck-Europameisterschaft.

Neben den Rennen zur ETRC gab es noch zwei Truckrennen im Rahmen des ADAC Mittelrhein-Cups. Dort treten naturgemäß viel britische Fahrer an, da diese Rennen auch zur nationalen britischen Truckmeisterschaft zählen. So war es auch nicht verwunderlich, dass beide Rennen von den besonders robust fahrenden Briten dominiert wurden – zumindest fast. Bei dem äußerst spannenden und sehr Zweikampf geprägten Sonntagsrennen gelang Sascha Lenz ein hervorragender dritter Platz. Triumphator beider Rennen war der Brite Ryan Smith. (03.07.2016)

 

ADAC Truck-Grand-Prix 2015

Fotoimpressionen vom Truck-Grand-Prix 2015
Die folgenden Fotos wurden uns freundlicherweise zur Verfügung gestellt von:

Detlef Krentscher, Ralf Schmidt, Holger Eichner, Oxxo Racing, Castrol Team Hahn, Reinert Racing, Ellen Lohr/Truck Sport Bernau, Schwabentruck Racing

Aufgeschnappt
Beim Gang durch Fahrerlager trifft man viele Leute und unterhält sich...

 

Werksunterstützung

Mercedes-Benz zeigt sich in Sachen Trucksport mehr als zugeknöpft. Während der Truck-Gigant bei der Industriemesse am Nürburgring ganz groß auffährt, geht das private Mercedes-Team tankpool24 komplett leer aus. Die Truppe um Teamchef Markus Bauer erhält null Unterstützung vom Hersteller. Die Treue zum Stern bleibt unbelohnt. Sollte das Team einmal die Marke wechseln, wäre kein Stern mehr in der Europameisterschaft vertreten.

Iveco lässt die Seinen nicht mehr im Regen stehen. Laut Schwabentruck-Teamchef Georg Glöckler ist die Unterstützung durch Iveco offiziell. Das war nicht immer so. In den Anfangszeiten des Teams wollte der Konzern nichts von den sportlichen Aktivitäten wissen. Trotz Werksunterstützung ist Schwabentruck Racing aber nach wie vor ein reines Privatteam.
 

Truck-Grand-Prix 2016

Bereits jetzt steht der Termin für den Truck-Grand-Prix im kommenden Jahr. Laut Pressechefin Vanessa Firges gastieren die schnellen Trucks 2016 am ersten Juli-Wochenende (01. – 03.07.2016) in der Eifel.

Motoren

Rein privat unterwegs war Artur Klein. Noch letztes Jahr war der Bayer mit seinem MAN-Service-Team samt zwei großen Service-Trucks am Nürburgring. Die erfahrenen Motorenspezialisten aus Nürnberg unterstützten die „Löwenteams“ wo es nur ging. Ende 2014 wurde seitens MAN jedoch der Stecker gezogen und das Service-Team aufgelöst. Die Aufgaben Motorenvermarktung und Grundservice ging an den spanischen Dienstleister Piedrafita. Der ist jedoch nur noch mit einer Minibesatzung und „kleinem Gerät“ an den Rennstrecken und wird in Sachen Transportlogistik vom Team Lutz Bernau unterstützt.
Wer die fällige Leasingrate und eine Kaution in gleicher Höhe auf das Konto von Piedrafita überweist, erhält einen MAN-Rennmotor – auf Wunsch, so ein Teamchef, auch mit neutralen Zylinderkopfdeckel. Schäden gehen jedoch auf Kosten des betroffenen Teams beziehungsweise werden mit der Kaution verrechnet. Die Motoren kommen nach wie vor aus der MAN-Triebwerksschmiede in Nürnberg. Laut nicht bestätigten Angaben sollen 2015 in nationalen und internationalen Truckserien mehr als 20 MAN-Leasingmotoren ihren Dienst versehen. Offiziell ist das nicht - aber durchaus nachvollziehbar. Die europäische (ETRC) und die britische (BTRA) Truckrace-Szenen sind schließlich fest in MAN-Hand. Und auch in der französischen Meisterschaft sind Trucks mit dem Löwen im Logo unterwegs.

Einen anderen Vertriebsweg soll MKR (Renault/Volvo) beschreiten. Der Basispreis ist höher als bei MAN, dafür gibt es eine Schadens-Flatrate. Ob und zu welchen Konditionen Buggyra seine Motoren auf Caterpillar-Basis an andere Teams abtritt, ist uns nicht bekannt.

Fest steht, dass ohne echte Powermotoren Punkteränge unter reellen Bedingungen nicht möglich sind. Und diese Motoren kann man aktuell nur von Piedrafita oder MKR leasen.   
 

Vermarktung

Noch immer gibt es keinen Serienvermarkter. An potenziellen Interessenten soll es nicht fehlen. Doch wie in anderen Sportarten auch, geht es letztlich um Geld und Einfluss. Und da spielt die individuelle Sichtweise beziehungsweise die eigenen Interessen die entscheidende Rolle. Wie man hört, verdienen die Herren der FIA und auch der Interessensorganisation TRO mit der Serie Geld. Manche behaupten sogar ganz gutes Geld. Die Protagonisten, die Teams und Fahrer, partizipieren von den Einnahmen aber kaum, so ein Insider. Ein Beispiel: Deutschland stellt die meisten Fahrer, ein Großteil der Trucks trägt das Label „Made in Germany“ aber kein deutscher TV-Sender berichtet regelmäßig über die Truck-EM. Regelmäßige Berichterstattungen im TV sind aber wichtig für die Sponsoren. Die gut gemachten Videozusammenfassungen im Netz sind kein vollwertiger Ersatz. Zumal nur die Zusammenfassungen auf racingtv.de in deutscher Sprache (Ellen Lohr) sind. Die TRO-Versionen sind umfangreicher und detaillierter aber ohne englische Sprachkenntnisse unverständlich.

 

Nürburgringnutzung

Wie zu erfahren war, legt der neue Eigentümer des Nürburgrings großen Wert auf den „Erhalt“ seiner Rennstrecke. Damit die weiße Ziellinie nicht durch durchdrehende Räder beschädigt oder zerstört wird, wurde der Start bei Go and Stop-Wettbewerb nach vorn verlegt. Auch Donuts auf der Rennstrecke wurden den Fahrern ausdrücklich untersagt, da der Eigentümer sonst mit Regressforderungen an den Veranstalter herantreten werde. Hat man da noch Worte?

 

Sonntag

Bei schönstem Wetter startete der Truck-Grand-Prix in den Finaltag mit insgesamt vier Truckrennen – je zwei in der Europameisterschaft (ETRC) und dem Mittelrhein-Cup. Nach dem üblichen Warm up ging es für die ETRC-Renner auf die Zeitenjagd. Das Resultat war vorhersehbar: Kiss, Lacko, Albacete, Hahn, Vrsecky, Reinert, Halm, Lohr, Körber und Janiec besetzten die ersten fünf Startreihen. 
Doch das erste Tagesrennen  gehörte dem sehr gut gefüllten Feld des Mittelrhein-Cups. Mitten unter den britischen, niederländischen und französischen Piloten waren auch Vater und Sohn Lenz sowie Rookie Ralf „Tscharlie“ Arnold auf dem Schwabentruck-Iveco. Während der Senior Lenz seinen Mercedes in der neunten Runde mit technischem Defekt abstellen musste, zeigte Sohn Sascha ein packendes Rennen mit diversen Positionskämpfen, nachdem er zuvor einige Plätze verloren hatte. Am Ende feierte er einen hart erkämpften dritten Podiumsplatz. Das Rennen wurde nach einem Abflug mit halber Rolle des britischen Scania-Fahrers Shane Brereton in der 11. Runde abgebrochen. Nach der Bergung des Fahrers gab es Entwarnung. Trotz des spektakulären Unfalls war er unverletzt geblieben. Der Sieg ging an Steven Thomas vor Thomas Robineau (beide MAN). Neuling Ralf Arnold wurde bei seinem zweiten Truckrennen als 16. abgewunken.

Danach gingen die ETRC-Racer an den Start. Und der hatte es in sich. In der ersten Kurve kamen sich Hahn und Lacko ins Gehege. Beide gerieten ins Kiesbett und verloren etliche Positionen. Ellen Lohr, zwar in die Sache nicht direkt verwickelt, verlor ebenfalls einige Plätze. Sie kämpfte sich im Laufe der 12 Runden aber wieder auf die elfte Position nach vorn. An der Spitze setzten sich derweil Polesetter Kiss und Vrsecky ab. Dahinter entbrannte ein Kampf um Position drei, den am Ende Albacete gewann und ungefährdet nach Hause fuhr. Doch um die vierte Position wurde das gesamte Rennen über hart gekämpft. Die Protagonisten waren Halm, Körber, Reinert und der später aufschließende Jochen Hahn. Letztlich war es René Reinert, der den besten Platz hinter dem Podium erkämpfte. Gerd Körber musste sich ab Mitte des Rennens mit etwas stumpfen Waffen abfinden: der rechte hintere Reifen war nach einer Feindberührung etwas luft- und lustlos geworden. Der Rheinauer rettete den siebten Rang ins Ziel und stand damit beim letzten Rennen in der ersten Startreihe. Sascha Lenz sah als Zwölfter die Zielflagge. Die beiden Tankpool-Mercedes fielen aus der Wertung heraus.

In das zweite ETRC-Tagesrennen ging Freightliner-Pilot Adam Lacko von der Pole aus. Diese setzte er in einen souveränen Sieg um. Doch um Platz zwei wurde hart gerungen. Zuvor sortierten sich nach einem Startunfall Jochen Hahn und Steffi Halm aus. Beide mussten ihre malträtierten Sportgeräte an der Box abstellen. Zurück zu Platz zwei. Gerd Körber konnte den Speed des Führenden nicht mitgehen. Wie ein Schatten folgten dem Iveco-Piloten die Herren Vrsecky und Kiss. Beide fanden jedoch keinen Weg vorbei und so überquerte Körber, wie am Vortag auch, auf der zweiten Position die Ziellinie. Weiter hinten fochten Ellen Lohr, Anthony Janiec und Antonio Albacete einen eigenen Kampf aus. Der Cepsa-Fahrer sicherte sich letztendlich den sechsten Platz vor Janiec und Lohr. Die Sternen-Kämpfer Rehfeld und Kursim sahen die Zielflagge und wurden auf den Positionen 11 und 14 punktlos gewertet. Sascha Lenz hingegen sammelte dank dem neunten Platz zwei ETRC-Zähler.  

Um 17:00 Uhr startete dann das letzte Truckrennen des Wochenendes. 25 Trucks wurden auf die 12 Rennrunden des dritten und letzten Laufes im Rahmen des Mittelrhein-Cups geschickt. Der Start verlief bis auf leichte Rempeleien problemlos. Stuart Oliver, aus der ersten Reihe kommend, war der klare Verlierer. Er büßte Plätze ein und fand sich im hart umkämpften Vorderfeld wieder. Poleman Smith zog an der Spitze einsam seinen Bahnen bis zur vorletzten Runde. Aufgrund eines technischen Defektes musste er seinen MAN neben der Piste abstellen. Der bisher sehr hart gefochtene Kampf um die zweite Position wurde nun zu einem Kampf um den Sieg. In der letzten Kurve drehte der zweitplatzierte Jenkins den neuen Führenden Summerfield um. Nutznießer war der bis dahin Dritte Robineau. Der Franzose übernahm wenige Meter vor der Zielgeraden die Führung und sicherte diese ins Ziel. Heinz-Werner Lenz hatte sich von ganz hinten kommend bis in die Punkte (Platz 8) vorgekämpft. Sohn Sascha landete auf dem sechsten Platz. Nach der Zieldurchfahrt wurde die Eifelrennstrecke durch diverse Donuts eingenebelt. Ein würdiger Abschluss des 30. ADAC Truck-Grand-Prix, den rund 114.000 Zuschauer verfolgt hatten.  
(28.06.2015)

 

Samstag
Nach einer verregneten Nacht hatte der Himmel rechtzeitig zu Beginn des ersten Renntages seine Pforten geschlossen. Trotz einiger Wolken war auch die Sonne Gast in der Eifel. Perfektes Rennwetter also. Nach dem obligatorischen Aufwärmtraining ging es am Vormittag pünktlich in die Startaufstellung zum ersten Rennen in der ETRC (Truck-Europameisterschaft). Bereits am Vortag war das Zeittraining über die Bühne gelaufen. Die Ergebnisse, Kiss vor Lacko, Hahn, Vrsecky und Albacete, waren nicht unerwartet. Auch die Plätze dahinter bargen keine echten Überraschungen. Reinert, Halm, Körber, Lohr und Janiec vervollständigt die ersten fünf Startreihe. Die beiden Mercedes-Benz von Kursim und Rehfeld bildeten das Schlusslicht des Starterfeldes. Lenz Junior fand sich auf dem 13. Platz und damit in der siebten Startreihe wieder. Der Start verlief trotz der üblichen Positionsgefechte ohne nennenswerte Zwischen- oder gar Ausfälle und änderte an der Reihenfolge kaum etwas. Kiss fuhr einem nie gefährdeten Start-Ziel-Sieg entgegen. Auch die Positionen dahinter waren schnell gefestigt. Aus der Spitzengruppe verlor lediglich Antonio Albacete aufgrund technischer Probleme einige Positionen. Nach Überqueren der Ziellinie gingen die Hälfte der Punkteränge an deutsche Fahrer (Hahn, Reinert, Halm, Körber und Lohr).
Weitaus mehr Action bot das erste Rennen des Mittelrhein-Cups. Vielfache Positionskämpfe, nicht selten mit heftigem Lackaustausch, boten den Zuschauern ein äußerst kurzweiliges Rennen. Gefochten wurde auf allen Positionen bis zum Fallen der Zielflagge.  Am Ende war es Stuart Oliver auf seinem Volvo, der die britische Hymne zum Erklingen brachte. Neben ihm auf dem Podium fanden sich Ryan Smith und Thomas Robineau (beide MAN) ein. Auf einem tollen vierten Platz landete Sascha Lenz. Scania-Lenker Erwin Kleinnagelvoort konnte in dem 25er-Feld mit dem sechsten Rang ein achtbares Ergebnis nach Hause fahren. Debütant „Tscharlie“ Arnold (Iveco) scheute auf der Strecke keine Konfrontation. Mit reichlich Kampfspuren an seinem Truck musste er sich am Ende mit dem 22. Platz zufrieden geben. Heinz-Werner Lenz schleppte seinen mehr als waidwunden Mercedes nach reichlich Feindberührung immerhin noch auf den 16. Rang.
Beim zweiten Lauf der ETRC-Trucks unterzog der ein oder andere Teilnehmer seinem Gefährt einer heftigen Materialprüfung. Bereits in der Startphase nutzte Ellen Lohr unfreiwillig den Buggyra von Adam Lacko als Startrampe. Aus dem MAN-Truck wurde kurzfristig ein Fluggerät. Die Landung war jedoch so heftig, dass die Pilotin ärztlich durchgecheckt werden musste. In der zweiten Runde landete Roland Rehfeld im Kies, nachdem er von seinem Teamkollegen angeschoben wurde. In den folgenden Runden gab es spannende Positionskämpfe. Ungeachtet dessen fuhr Antonio Albacete einen souveränen Sieg nach Hause. Doch um die weiteren Plätze wurde hart gerungen. Gerd Körber rettete seinen zweiten Startplatz ins Ziel. Im Wimpernschlagabstand folgte David Vrsecky, Jochen Hahn und Norbert Kiss. Steffi Halm, die sich lange dem massiven Druck ihrer männlichen Kollegen entgegengestemmt hatte, verlor gegen Ende des Rennens etwas Boden. Beim Fallen der Zielflagge hatte sich auch Teamchef René Reinert an ihr vorbeigearbeitet. Na ja, daneben gesetzt – aber halt mit 0,003 Sekunden Vorsprung.
(27.06.2015; Foto: Team Oxxo)

 

Donnerstag und Freitag
ADAC Truck-Grand-Prix 2015 – Bereits zum 30. Mal wird auf dem verkürzten Grand-Prix-Kurs der traditionellen Eifelrennstrecke der Truck-Grand-Prix ausgetragen. Seit der Erstauflage im Jahr 1986 hat sich an der Kombination aus Motorsport, Countryfestival und Industriemesse nichts geändert – ganz unter dem Motto „never change a winning team“. Die Veranstaltung geht für die Teams bereits am Donnerstag mit Presse- VIP- und Kundenfahrten los. Hier können auch „Normalos“ gegen Nachweis des entsprechenden Erlebnistickets die Rennstrecke aus der Co-Piloten-Perspektive genießen. Nach der Einführungs-, Renn- und Auslaufrunde steigen die meisten Beifahrer mit einem fetten Grinsen nur ungern wieder aus. Im Industrielager, dem Messegelände, wird derweil noch überall gehämmert, geschraubt und aufgebaut. Am Freitag muss schließlich alles stehen.

Am Freitag wird es dann erstmals Ernst. Nach den freien Trainings geht es auf die entscheidenden Zeitenjagden für die Startaufstellung.
Die Fans bekommen an diesem Wochnende wieder viel Trucksport geboten. Vier Rennen zur Truck-EM und zwei zum Mittelrhein-Cup. Letzterer wird durch viele Briten bereichert, die im Rahmen des Mittelrhein-Cups auch zwei Läufe zur britischen Meisterschaft austragen. Mit dabei natürlich auch die Lokalmatadoren Heinz Werner und Sascha Lenz. Während der Senior mit seinem Mercedes Axor beim Cup antritt, hat es der Junior in die Europameisterschaft geschafft. Dort pilotiert er einen MAN, den er aus dem Nachlass des Teams Janiec/Lohr gekauft hat. Nicht fehlen darf natürlich Gerd Körber, der seit Jahren mit dem Iveco des Schwabentruck-Teams unterwegs ist. Der zweite Iveco wird übrigens vom langjährigen  Teammechaniker Ralf „Tscharlie“ Arnold im Mittelrhein-Cup pilotiert – sein Debüt im Racetruck. Und auch Steffi Halm ist mit dem zweiten Reinert-Truck am Start und verdoppelt damit die Damenquote. Die Wetterprognosen sind ganz ordentlich und an der Tageskasse gibt es noch Karten.
(26.06.2015; Foto: Detlef Krentscher)

ADAC Truck-Grand-Prix 2014

Die Fotos wurden uns freundlicherweise zur Verfügung gestellt von:

Krentschman-Pics, Eichner Fotografie, MAN Truck & Bus, Team Buggyra, Team VTR, truckdrive JRT (Lohr), tankpool24 Racing Team, Lion Truck Racing,

W. Steinbrech

Hinweis: Bei der Zusammenstellung der Fotos wurde die chronologische Reihenfolge nicht immer brücksichtigt.

Eine Vielzahl weiterer Bilder finden Sie auf der Homepage von D. Krentscher.

 

Ein tolles DMSB TV-Video vom TGP 2014 mit vielen deutschen O-Tönen gibt es hier.

Sonntag – Nach einer feuchten Nacht war es rechtzeitig zum Renntag wieder trocken. Die Pole ging zunächst ganz knapp an den Meisterschaftsführenden Norbert Kiss. Die Aussicht auf eine weitere Topplatzierung musste der Ungar noch vor dem Start begraben. Die Rennkommissare hatten ihn wegen einer Behinderung eines Konkurrenten während der Zeitenjagd um fünf Plätze nach hinten versetzt. Nun lagen nicht nur seine beiden MAN-Hauptkonkurrenten vor ihm, sondern auch die beiden Freightliner. Der Start verlief eigentlich recht harmonisch. Nur Norbert Kiss versuchte mit zunächst recht harten Bandagen an dem vor ihm fahrenden David Vrsecky vorbeizukommen. Trotz mehrfachen Anklopfens fand er bis zum Zielstrich kein Weg vorbei. Nach dem Rennen gerieten die beiden Kontrahenten verbal mehrfach aneinander. Später gab es noch ein Treffen mit den Teamchefs, das mit einem Händeschütteln beendet wurde. An der Spitze ging es ansonsten recht ereignislos zu. Jochen Hahn fuhr, von Albacete sehr gut beschattet, einen knappen Start-Ziel-Sieg nach Hause. Bis auf einige Duelle im Mittelfeld war es ein unspektakuläres „Perlenschnur-Rennen“. Während Ellen Lohr mal wieder ihren Truck mit technischen Gebrechen abstellen musste, erreichte Steffi Halm das Ziel. Sie gehörte zu den wenigen Piloten, welche sich einen gepflegten Lackaustausch gegönnt hatten – leider wurde der Kampfeswille nicht mit einem Platz in den Punkten belohnt. Auf dem Podium ließ sich neben dem MAN-Duo Hahn/Albacete auch noch Adam Lacko (Freightliner) feiern.

 

Das letzte FIA-Rennen wurde am späten Nachmittag pünktlich um 16:50 Uhr gestartet. Der Himmel hatte sich inzwischen bedrohlich zugezogen. Unwetterwarnungen machten die Runde. Doch der Himmel hielt sich bedeckt und es blieb trocken. Zum Schluss drehten die Truckracer noch einmal richtig auf und die Fans sahen ein äußerst spannendes und sehr kurzweiliges Rennen. Bereits in der Startphase versuchte Kiss, aus der zweiten Startreihe kommend Boden gut zu machen. Dabei geriet er eingangs der Mercedes-Areana mit Bösiger heftig aneinander: Beide verloren mächtig an Boden und Plätzen. Für einen weiteren Beteiligten des Gerangels war an dieser Stelle aber bereits Schluss. Für René Reinert, aus der ersten Startreihe kommend, endete damit ein gemischtes Wochenende zu frühzeitig. Ausgangs der Mercedes-Areana hatte sich das Feld dann wieder sortiert. Lacko führte vor Albacete und Major. Dicht dahinter dann Vrsecky und Hahn. Während Vrsecky noch in der frühen Phase des Rennens einen Weg am 18jährigen Ungarn Major vorbei fand, biss sich der stets fair fahrende Jochen Hahn am Teamkollegen von Norbert Kiss zunächst die Zähne aus. Der junge Ungar parierte jeden Angriff des amtierenden Meisters. Und es waren nicht wenige. Derweil pflügten die beiden MAN-Piloten Bösiger und Kiss durchs Feld. Letzterer tauchte einige Runden später Format füllend im Rückspiegel von Hahn auf. Im gesamten Fahrerfeld war ordentlich Zündstoff drin. „Es knallt und kracht auf allen Positionen“, kommentiert Streckensprecher Jörg Henning treffend die Situation auf der Rennstrecke. Hahn musste nun einen Weg vorbei finden am jungen Ungarn. Nach Runden langem Studium hatte er sich Major im letzten Renndrittel zurecht gelegt und fand einen kontaktlosen Weg an ihm vorbei. Die Sache schien erledigt. Doch der junge Ungar wagte einen sehr optimistischen Konter mit dem der dreifache Meister so nicht gerechnet hatte. Beide Trucks berührten sich und für Hahn blieb nur der Notausgang. Als er wieder auf die Piste zurückkam, lag er außerhalb der Punktewertung. Hahn dreht noch einmal richtig auf und kämpfte sich bis auf die siebte Position nach vorn. Schadensbegrenzung war angesagt. Die Gunst der Stunde nutzte Norbert Kiss, der sich nach dem Hahn-Ausritt auf der dritte Position wiederfand. Hahn und Major liefen auf den Positionen fünf (Major) und sieben (Hahn) ins Ziel ein. Doch der Konter hatte für den jungen Ungarn noch ernste Folgen. Die Sportkommissare brummten ihm eine Zeitstrafe auf, die ihn auf die 14. Position zurückwarf. Auch David Vrsecky fand sich aufgrund einer Zeitstrafe weiter hinten, als es der Zieleinlauf wiedergab. Die tschechische Siegerhymne wurde für Adam Lacko gespielt, der bis zum Schluss die Angriffe des spanischen MAN-Piloten abwehren konnte. Die Fans hatten ein sehr spannendes, von vielen Zweikämpfen und Überholmanövern geprägtes Rennen gesehen. Es war mal wieder Trucksport vom Feinsten. Nachdem das Rennresultat endgültig von den Sportkommissaren abgesegnet war, stand fest, dass Gerd Körber auf der vierten Position bester Deutscher war. Zwei Plätze dahinter wurde Jochen Hahn gewertet und Steffi Halm bekam für den neunten Platz noch zwei Punkte. Der letzte Punkt ging an Markus Bösiger, der nach dem Startgerangel einige Positionskämpfe für sich entscheiden konnte und trotz Senior im Feld noch lange nicht zum alten Eisen gehört. Mercedes-Fahrer André Kursim und MAN-Lady Ellen Lohr erreichten in diesem turbulenten Rennen die Ränge 15 und 17.

 

Zwischen den beiden FIA-Rennen kämpften die Fahrer des Mittelrhein-Cups um Punkte. Erfahrungsgemäß geht es bei dem sehr britisch besetzten Feld recht derb zur Sache. Schließlich zählt das Rennen auch für die britische Truckmeisterschaft BTRA. Und auch die Niederländer waren mit ihrem Truckrace Battle dabei. René Reinert fuhr wie bereits beim ersten Rennen die schnellste Zeit und aufs Treppchen. Den zweiten Sieg des britischen Renault-Piloten Chris Levett konnte er jedoch nicht verhindern. Heinz-Werner Lenz wurde auf seinem betagten Mercedes-Benz guter Sechster. Während es für den Senior also ganz gut lief, musste Sohn Sascha den Truck bereits nach der ersten Runde abstellen.

 

Am Ende vermeldete der Veranstalter rund 170.000 Zuschauer. Damit ist der ADAC Truck-Grand-Prix auch in seinem 29. Jahr ein großer Publikumsmagnet. Im Gegensatz zur „langweiligen“ Formel 1 bekamen die Truckfans mit Albacete, Bösiger, Hahn und Lacko vier verschiedene Sieger in den FIA-Läufen geboten. Und erneut hatte die Meisterschaftstabelle einen neuen (alten) Leader: Antonio Albacete liegt knapp vor Norbert Kiss, dem in Schlagdistanz Jochen Hahn folgt. Die drei von MAN - frei nach der Filmoperette aus den 30er Jahren. Apropos MAN. Nach dem Lauf am Nürburgring hat sich der einzige bisher in den Top Ten platzierte Renault von José Teodosio aus dem Kreis verabschieden müssen. Nun liegt MAN-Pilot Frankie Vojtisek auf dem letzten Top Ten-Platz.

 

Boxenfunk

 

Markus Oestreich war in Diensten des tankpool24-Teams am Ring – als Mentor und Betreuer von André Kursim, den er bereits aus anderen Rennserien gut kennt.

 

Die FIA-Promidichte deutete es bereits an: Am Montag nach dem Truck-Grand-Prix tagten in der Eifel die Herren und Damen der FIA Truck Racing Kommission. Über die Inhalte wurde nichts bekannt.

 

Was für einen Motor fahren die Herren und Damen Lohr, Halm, Hahn, Kiss, Albacete und Co 2015? Noch weiß niemand, wie es antriebstechnisch für die MAN-Teams im nächsten Jahr weitergeht? Der süddeutsche LKW-Hersteller hüllt sich nach wie vor in Schweigen. Fest steht: MAN steigt aus und die Motoren gehören MAN. Die Teams stehen also aktuell für 2015 ohne Powerunit da. Von rund 20 Triebwerken ist die Rede (FIA und nationale Serien). Fraglich, ob Buggyra oder MKR so schnell eine so große Anzahl von Motoren bereitstellen können und wollen. Wer sollte sonst in Kürze einen konkurrenzfähigen Motor auf die Beine stellen? Da fällt mir nur noch Iveco ein. Wie man hört, könnten sich einige LKW-Hersteller ein Engagement auf niedrigem dafür aber längerfrist festgeschriebenem Niveau vorstellen. Vielleicht ist das ja die Zukunft: LKW-Hersteller bieten einen Basismotor an, welche per Regelwerk für die nächsten drei Jahre in seiner Entwicklung festgeschrieben ist (analog zu diversen anderen Rennserie). Mal schauen, was die nächsten Monate in dieser Hinsicht so bringen.

 

Neben diversen Showfahrzeugen waren auch einige Rallytrucks in der Eifel vorgefahren. Gar in Mannschaftsstärke war das russische Kamaz-Werksteam vor Ort. Die in einheitlichen Teamfarben gekleidete Herren sahen sich recht ausführlich den ein oder anderen Racetruck an und machten reichlich Gebrauch von ihren Kameras.

 

Ebenfalls am Ring war Gerad de Rooy. Der niederländische Rally-Pilot zeigte allerdings kein echtes Interesse an den schnellen Rundstrecken-Lastern. Er bleibt dem Trucksport abseits der Piste treu.

 

Sascha Lenz sollte am Montag nach dem Truck-Grand-Prix die Chance erhalten, einen richtigen Top-Truck zu fahren. Jochen Hahn wird dem Plaidter seinen MAN zur Verfügung stellen. Lenz machte keinen Hehl daraus, dass er gern eine komplette Saison bestreiten würde – natürlich auf einem konkurrenzfähigen Fahrzeug.

 

Der Titel „Truck Masters Germany“ geht an den insgesamt erfolgreichster Truckracer des Wochenendes: Chris Levett, der die beiden Mittelrhein-Cup-Rennen gewann, konnte sich den Titel für 2014 sichern.

 

Die Sponsor Challenge, eine Privatwertung die Fahrer berücksichtigt, die in der Endabrechnung des letzten Jahres nicht unter den besten Zehn zu finden waren, ging an Gerd Körber (1), José Rodrigues (2) und André Kursim (3).

Samstag – Erneut zeigte sich die Sonne von ihrer besten Seite. Die Wetterprognosen kündigten den wärmsten Tag der Woche an. Teams und Fans hatten sich inzwischen auf die hochsommerlichen Bedingungen eingestimmt.

Am Vormittag stand das erste FIA-Rennen des Wochenendes an. Bereits kurz nach dem Start wurde die rote Flagge geschwenkt: Rennabruch. René Reinert drehte sich, nachdem er von einem Konkurrenten angeschoben worden war. In der Folge touchierte ihn noch der Niederländer Zandbergen. Für Reinert war damit das Rennen und auch der Neustart gelaufen. Beim Restart schnappte sich Jochen Hahn den auf Position drei gestarteten Adam Lacko (Freightliner) und stellte damit die bekannte Hersteller-Hackordnung wieder her. Während die ersten sieben Trucks unverändert ihre 13 Rennrunden drehten und genau in dieser Reihenfolge die Ziellinie passierten, ging es im Mittelfeld ordentlich zur Sache. Steffi Halm musste sich Runden lang heftigster aber fairer Angriffe des Yougsters Major erwehren. Am Ende rettete die amtierende französische Truckmeisterin den achte Platz ins Ziel und sicherte sich somit die Pole für das zweite Tagesrennen. Spannend war auch der lange Zweikampf zwischen Ellen Lohr und Iveco-Pilot Markus Altenstrasser, den am Ende der Österreicher für sich entscheiden konnte. Für die Punkte reichte es aber nicht. Für die sorgte Teamkollege Gerd Körber, der auf einem tollen siebten Platz und landete, was gleich zusetzten war mit der ersten Startreihe des Handikaprennens am Nachmittag. Bereits kurz nach dem Start von Rennen 2 verlor Gerd Körber seine zweite Position an Markus Bösiger. Im Verlauf des Rennens musste der Iveco-Pilot weitere Federn lassen. Nach einem Dreher verlor er endgültig den Anschluss und beendete weit außerhalb der Punkte das Rennen. Polesetterin Steffi Halm konnte sich nicht lange dem Senior des Feldes widersetzen. Markus Bösiger setzte sich bereits in der Anfangsphase an die Spitze des Feldes und gab diese Position bis zum Schluss nicht mehr her – obwohl der Schweizer mit Jochen Hahn den amtierenden Meister im Nacken hatte. Mann des Rennens war aber René Reiert, der vom 21. Platz kommend sich beherzt bis auf die 8. Position vorarbeitete. Steffi Halm sah als 6. die Zielflagge und sammelte wie bereits beim ersten Rennen wertvolle Meisterschaftspunkte. Für die zweite Lady im Feld, Ellen Lohr, lief es am ersten Renntag nicht rund. Erneut kämpfte sie nach eigenem Bekunden mit stumpfen Waffen. Ihr auf den Namen Zombie getaufter Truck mag keine hohen Temperaturen und die gab es bisher am Ring reichlich. Teamkollege Janiec ergatterte immerhin ein Pünktchen im hart umkämpften Top Ten-Feld.

 

Beim ersten Lauf des ADAC Mittelrhein-Cup, welcher auch zur britischen Meisterschaft zählt, gelang Chris Levett auf seinem Renault ein souveräner Start-Ziel-Sieg. Doch dahinter wurde hart gekämpft. Doppelstarter René Reinert, aus der ersten Startreihe kommend, war nach einem schlechten Start bis Position acht zurückgefallen. In einem äußerst kurzweiligen Rennen kämpfte er sich anschließend, unter Verlust diverser Anbauteile, bis auf den letzten Podiumsplatz vor. Auch ein spannendes Rennen zeigten Vater und Sohn Lenz ab. Der Junior, zunächst der erfolgreichere der Lenzens, war den Sportkommissaren dann aber doch zu übermotiviert und wurde zu einer Durchfahrtstrafe verdonnert. Heinz-Werner Lenz rettete die Familienehre und fuhr einen guten fünften Platz nach Hause.

18.07.2014 - Freitag – Es war noch wärmer als am Donnerstag und die Wetterfrösche kündigten neue Rekordwerte an. Mensch und Maschine verlangten nach kühlenden Lösungen. Eis war eine der Möglichkeiten. Was für den Mensch gut ist, taugt auch für die Technik: Statt human tauglichem Milcheis gab es für manchen Truck ein Portion Trockeneis.

Auf der Tagesordnung standen für die beiden Truck-Serien – FIA und Mittelrhein – freie Trainingssitzungen und das erste Zeittraining. Im Mittelrhein-Cup, der auch zur britischen Serie zählt, dominierte Chris Levett auf seinem Renault vor René Reinert und Mathew Summerfield (beide MAN). Dahinter dann die beide MAN befeuerten Scania von Stuart Oliver und Erwin Kleinnagelvoort. Vater und Sohn Lenz lagen mit ihren Mercedes-Trucks abgeschlagen im Mittelfeld.

Bei den FIA-Trucks war es Antonio Albacete, der im MAN internen Rennen um die Pole die Nase vorn hatte. Lediglich Tabellenführer Norbert Kiss lag mit 0,086 Sekunden Rückstand in Schlagdistanz. Auf der dritten Position landete mit rund einer halben Sekunde Rückstand Adam Lacko auf seinem Freightliner. Der Tscheche war 8 Tausendstel Sekunden schneller als Ttitelverteidiger Jochen Hahn. Die weiteren TopTen-Platzierten gingen an David Vrsecky, Markus Bösiger, René Reinert, Gerd Körber, Steffi Halm und Youngster Benedek Major. Im Rahmenprogramm donnerten die Nascars und Racer der Gymkhana Drift-Challenge über die Eifelrennstrecke und erfreuten die Zuschauer mit ihrer Show.

17.07.2014 - Donnerstag - Bei bestem sommerlichen Wetter drehten die Trucks bereits am Donnerstag ihre ersten Runden. Neben Presse- und Kundenfahrten, durften die Inhaber eines Erlebnis-Tickets echte Rennluft schnuppern: eingepackt in einem feuerfesten Rennoverall und mit einem Integralhelm behütet ging es hinauf in den Schalensitz eines Racetrucks – natürlich auf der Beifahrerseite. Nachdem die Renngurte von einem Crewmitglied festgezogen waren, ging es los. Nach zwei vollen Rennrunden rollte man nassgeschwitzt dafür mit einem breiten Grinsen im Gesicht in der Box wieder aus. Die teilnehmenden Rennteams, und es waren fast alle, nutzte die Mitfahrten zugleich für kleinere Abstimmungsarbeiten. Beim anschließenden ersten freien Training setzten die Teams erste Duftmarken. Ansonsten war der Donnerstag geprägt von fleißigen Händen im Industriepark, wo aufgebaut, gehämmert, geputzt und poliert wurde. Schließlich ist der Truck-Grand-Prix auch eine der wichtigsten Fachmessen des Jahres. Und bei besten Wetterprognosen wollen schließlich alle Aussteller um die Wette glänzen.

Impressionen vom Truck-Grand-Prix 2013